Welche Alternativen zur BU Versicherung Sinn machen

Alternativen zur BU Versicherung

Alternativen zur BU Versicherung

Als gängige Alternativen zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden häufig Versicherungsprodukte wie die Unfallversicherung, die Dread Disease Versicherung, die Grundfähigkeitsversicherung und die Erwerbsunfähigkeitsversicherung genannt.

All diese Produkte weisen im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung aber mitunter bedeutende Unterschiede auf. Die BU ist zwar häufig teuer, dennoch oft das Produkt der ersten Wahl. Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn man gar keine Versicherung abschließen möchte, sondern für den Fall einer späteren Berufsunfähigkeit anderweitig vorsorgen möchte? Ist dieses überhaupt möglich?

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Sparen alleine reicht nicht

Sparen alleine ist in der Regel keine verlässliche Strategie, um sich für das Auftreten von Berufsunfähigkeit zu rüsten. Dies ist zu einem der Fall, weil Berufsunfähigkeit bereits in jungen Jahren auftreten kann. Dass eine junge Person bereits ein kleines Vermögen angespart hat, das zur Absicherung des restlichen Lebens ausreicht, ist mehr als unwahrscheinlich. Zum anderen sollten auch Personen, die Zeit haben, lange zu sparen, kaum ein Sparvermögen erzielen können, das im Ernstfall ausreichend ist.

Ersichtlich wird dieses schnell, wenn man bedenkt, dass gängige Berufsunfähigkeitsversicherungen oft eine Rentenhöhe von 1.000 Euro oder mehr pro Monat aufweisen. Dieses Kapital selbst anzusparen, um alleine 5 Jahre versorgt zu sein, sollte vielen Personen mehr als schwerfallen. Sehr wohlhabende Personen könnten unter Umständen eventuell auf eine BU-Versicherung verzichten. Allerdings gibt es für sie keinen wirklichen Grund dieses zu tun: Sie können sich die Versicherungsbeiträge ohne Probleme leisten. Warum sollten sie daher ihr eigenes Kapital für den Ernstfall einplanen?

Das eigene Geld arbeiten lassen

Natürlich kann man durch geschicktes Anlegen des eigenen Kapitals höhere Gewinne erzielen als durch das bloße Sparen, bei dem es höchstens Minizinsen gibt. Dennoch ist auch der strategische Aufbau von Kapital, welches der Absicherung von Berufsunfähigkeit dienen soll, relativ unsinnig. Auch hier kann nicht gewährleistet werden, dass genügend Zeit bleibt, ein notwendiges Vermögen aufzubauen.

Hinzu kommt, dass sehr spekulativ ausgerichtete Produkte niemals für die Vorsorge – welcher Art auch immer – zu empfehlen sind. Das Risiko, Kapital zu verlieren, ist häufig zu groß. In diesem Fall würde eine enorme Versorgungslücke entstehen, die sich nur schwer schließen ließe. Wer einen Teil seines Kapitals zum Beispiel zur Altersvorsorge anlegen möchte, sollte immer auf Sicherheit oder zumindest auf einen sinnvollen Mix von sicheren und spekulativen Anlagen achten.

Berufsunfähigkeit und Inflation

Auch das Problem der Inflation kann eine Rolle bei der Absicherung von Berufsunfähigkeit spielen. Dies gilt allerdings sowohl für alle Versicherungen, die Berufsunfähigkeit absichern sollen, als auch für eigenständige Vorsorgebemühungen. Lösungsansätze bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind die Dynamisierung oder die Nachversicherungsgarantie. Bei eigenständigen Vorsorgebemühungen muss man sich aus eigener Kraft davor schützen, dass vorhandenes Geldkapital mit der Zeit immer weniger wert wird. Dies kann ein zusätzlicher Grund sein, warum das eigenständige Vorsorgen so schwierig ist.

Fazit: Versicherung besser geeignet

Vermögen durch Sparen oder geschicktes Anlegen aufzubauen, ist natürlich eine Möglichkeit, zum Beispiel für das Alter vorzusorgen. Dennoch kann diese Strategie keine Lösung sein, wenn man sich gegen Berufsunfähigkeit absichern möchte. Gründe hierfür sind vor allem, dass das Auftreten von Berufsunfähigkeit nicht plan- und steuerbar ist und dass es vielen Personen nicht möglich sein sollte, die im Ernstfall erforderlichen sehr hohen Summen aufzubringen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist zwar eine teure Versicherung, wenn man allerdings bedenkt, welche wichtigen Leistungen sie im Ernstfall erbringen kann, erscheinen die Beiträge oft angemessen.