Dread Disease Versicherung als Alternative?

Dread Disease Versicherung

Dread Disease Versicherung

Es gibt neben der BU-Versicherung einige andere Versicherungsprodukte, die einen begrenzten Schutz vor Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit bieten können. Allen gemein ist, dass sie wichtige Unterschiede zur Berufsunfähigkeitsversicherung aufweisen. Einige Unterschiede führen dabei dazu, dass die Leistungen der oft als „Alternativen“ bezeichneten Versicherungsprodukte wesentlich geringer ausfallen als die der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Dread Disease Versicherung – auch Criticall Illness Versicherung genannt – ist eine dieser „Alternativen“. Bei dieser Versicherung handelt es sich um ein relativ junges Versicherungsprodukt, das erst in den 90er Jahren den deutschen Versicherungsmarkt ergänzt hat.

Wann leistet eine Dread Disease Versicherung?

Eine Dread Disease Versicherung tritt dann in Leistung, wenn eine Erkrankung oder eine gesundheitliche Einschränkung auftritt, die in den Versicherungsbedingungen ausdrücklich als versichert beschrieben wird. So können zum Beispiel Krankheiten wie Krebs, Parkinson aber auch Ereignisse wie ein Schlaganfall abgesichert sein. Eine Dread Disease Versicherung sichert den Versicherten dabei nicht nur gegen eine Krankheit bzw. eine gesundheitliche Einschränkung ab, sondern gegen mehrere. Welche Krankheiten in den Versicherungskatalog aufgenommen werden, kann sich von Versicherer zu Versicherer unterscheiden.

Wichtig ist, dass eine Dread Disease Versicherung in aller Regel keine Bedingungen hinsichtlich einer verbleibenden Restarbeitsfähigkeit aufstellt. Dies bedeutet im Klartext: Geleistet wird, wenn ein versichertes Ereignis eintritt, ganz unabhängig davon, ob der Versicherte danach weiterhin seiner Arbeit oder einem anderen Erwerb nachgehen kann.

Dieses Merkmal einer Dread Disease Versicherung unterscheidet dieses Produkt wesentlich sowohl von der Berufs- als auch von der Erwerbsunfähigkeitsversicherung. In der Regel wird es durch die Versicherungsbedingungen der Dread Disease Versicherung auch einfacher möglich, das Eintreten des Versicherungsfalls zu belegen. Ein Herzinfarkt lässt sich klar und eindeutig durch einen Arzt feststellen und bescheinigen, während die Einschätzung, ob Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit als Folge dieses Ereignisses entsteht, komplexer sein kann.

Wie leistet eine Dread Disease Versicherung?

Üblich ist es, dass bei Abschluss einer Dread Disease Versicherung eine Versicherungssumme gewählt wird, die dann im Versicherungsfall in einem Zuge an den Versicherten ausbezahlt wird. Dieses klingt zunächst verlockend, das beschriebene Vorgehen kann allerdings auch einen Nachteil haben. Ist die Versicherungssumme nicht sehr hoch, ist sie schnell aufgezehrt – ganz im Gegensatz zu einer Rente, die kontinuierlich geleistet wird.

Eine Dread Disease Versicherung ist aus diesem Grunde oftmals besser geeignet, um z. B. Umrüstungen am Haus vorzunehmen, wenn diese durch die Krankheit notwendig werden sollten, als auf lange Sicht ein finanzielles Auskommen zu sichern.

Vergleich Dread Disease Versicherung und BU Versicherung

Ein wichtiger Unterschied zwischen der Berufsunfähigkeitsversicherung und der Dread Disease Versicherung ist, dass der Leistungsfall unterschiedlich definiert wird. Geld gibt es bei der Dread Disease Versicherung, wenn ein explizit versichertes Ereignis eintritt, bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Versicherte zu einem gewissen Grad nicht mehr seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit nachgehen kann. Dies sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Ansätze. Die Dread Disease Versicherung klammert dabei viele Risiken aus und lässt die Folgen außer Acht.

Welcher Weg der günstigste ist, lässt sich im Vorfeld nur grob abschätzen: Zwar greift die Dread Disease Versicherung nicht in allen Fällen, in den versicherten Fällen in aller Regel aber problemlos. Die Berufsunfähigkeitsversicherung wiederum leistet bei allen Ereignissen, dafür müssen hier aber klar definierte Folgen eintreten (in der Regel eine 50-prozentige Berufsunfähigkeit).

Oft wird zur Berufsunfähigkeitsversicherung geraten, da diese nicht nur in tatsächlich notwendigen Situationen greift, sondern durch ihre Leistungsform (Rente) den Versicherten kontinuierlich versorgen kann. Ein nicht zu vernachlässigendes Argument ist dabei auch, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung trotz höheren Leistungsumfangs in der Regel nur wenig teurer ist als eine Dread Disease Versicherung. Hier muss allerdings jeder Versicherte selbst die Konditionen prüfen: Der Preisunterschied zwischen den beiden Produkten kann bei Vorerkrankungen nämlich dennoch durchaus stärker ausfallen.

Fazit: Dread Disease Versicherung eingeschränkt empfehlenswert

Wer eine Dread Disease Versicherung abschließt, geht ein gewisses Risiko ein: Erkrankt er an einer nicht versicherten Krankheit, geht er komplett leer aus. Auch ist die Gefahr groß, dass die auf einen Schlag ausbezahlte Versicherungssumme nicht ausreicht, um dauerhaft einen Beitrag zu den Lebenserhaltungskosten zu leisten.

Trotz dieser Risiken kann eine Dread Disease Versicherung einem bestimmten Personenkreis bedingt empfohlen werden: Dieser besteht aus Personen, die keine BU-Versicherung abschließen oder finanzieren können, da sie zum Beispiel in einem Risikoberuf arbeiten. Sie können sich mit einer guten Dread Disease Versicherung gegen sehr schwerwiegende Risiken absichern – allerdings wie gesagt nicht gegen alle und oft auch nicht in einer überbordenden Umfänglichkeit.

Empfehlung zur Berufsunfähigkeitsversicherung



Interessiert Sie die "Günstigste unter den besten" Berufsunfähigkeitsversicherungen?

Die Comfort BUZ Plus der Hannoversche Leben bekam von Finanztest in 07/2009 eben diese Auszeichnung.

Berufsunfähigkeitsschutz vom Testsieger? Jetzt unverbindlich berechnen!