Die Berufsunfähigkeitsrente als Hilfe im Ernstfall
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet eine Rente, wenn der in den Versicherungsbedingungen genau beschriebene Versicherungsfall eintritt.
Die Frage ist nur: Wie hoch fällt diese Rente aus? Hier ist der Versicherungsnehmer in der Pflicht. Er sollte, bevor er Angebote von unterschiedlichen Versicherern einholt, eigenständig ermitteln, wie hoch die Rente ausfallen sollte, damit sie einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Lebensstandards beitragen kann.
Die richtige Rentenhöhe ermitteln
Um die richtige Rentenhöhe ermitteln zu können, muss man zunächst prüfen, welche Ressourcen im Falle einer Berufsunfähigkeit noch zur Verfügung stehen. Ist man beispielsweiser Beamter, hat man eventuell Pensionsansprüche.
Als Arbeitnehmer kann man bei sehr schweren Einschränkungen unter Umständen eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente gewährt bekommen. Auch andere Leistungen wie zum Beispiel diejenigen aus der gesetzlichen Unfallversicherung sind je nach Fall möglich. Auf der anderen Seite können auch Kosten wegfallen, wenn man nicht mehr arbeiten kann.
Denkbar ist zudem, dass man über Vermögen verfügt, das im Falle des Falles zu einem Teil genutzt werden könnte, da es nicht für andere Zwecke bestimmt ist. All diese Faktoren – aber auch weitere – können bei der Ermittlung der Rentenhöhe berücksichtigt werden.
Das Ergebnis einer Rechnung, welche die unterschiedlichen Faktoren berücksichtigt, beschreibt die Summe, die man mindestens durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung absichern sollte. Wer es sich leisten kann, sogar nahezu das gesamte Nettoeinkommen abzusichern, kann dieses versuchen – die Chancen, einen Versicherer zu finden, sind dabei aber schlecht.
Hohe Renten – hohe Kosten
Wer im Leistungsfall eine recht hohe Rente ausbezahlt bekommen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen, als es bei einer niedrigeren Rente der Fall wäre. Eventuell sogar so tief, dass es nicht zu verschmerzen ist. Man muss die errechnete Idealrentenhöhe also immer auch vor dem Hintergrund betrachten, ob man sich die Beiträge für diese Rentenhöhe leisten kann. Dieses Korrektiv ist wichtig, damit man seinen Lebensstandard halten kann.
Dennoch sollte man sich nicht abschrecken lassen, wenn man ein Angebot für die Idealrentenhöhe bekommen hat, das mit zu hohen Versicherungsbeiträgen einhergeht. Die Faustregel lautet: Holen Sie immer mehrere Angebote ein. Es kann durchaus sein, dass ein anderer Versicherer günstigere Konditionen bietet und die Absicherung Ihrer idealen Rentenhöhe so doch finanzierbar ist.
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