Das Berufsunfähigkeitsrisiko ist vielschichtig
Das Risiko, berufsunfähig zu werden, speist sich nicht nur aus einer Quelle. Eine Vielzahl von Ereignissen kann dazu beitragen, dass die Arbeitskraft auf Dauer stark verringert bleibt. Hierzu zählen Unfälle sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext genauso wie Erkrankungen. Ereignisse dieser Art können jeden Menschen treffen – ganz unabhängig davon, ob er noch jung ist oder bereits ein fortgeschrittenes Alter aufweist.
Nicht von der Hand zu weisen ist dabei allerdings auch, dass gerade ältere Personen ein erhöhtes Risiko besitzen, durch eine Krankheit berufsunfähig zu werden. Um diesen Umstand wissen aber auch Versicherer, sodass ältere Personen oft Schwierigkeiten haben, überhaupt noch einen Versicherungsschutz zu erlangen. Bereits ab frühen Jahren vorzusorgen, ist somit ideal und wirkt sich zudem auch günstig auf die Versicherungsbeiträge aus.
Besondere Risikolagen
Die Feststellung, dass jeder Mensch ein gewisses Risiko aufweist, berufsunfähig zu werden, ist unbestritten. Wie das obige Beispiel bezüglich des Lebensalters allerdings bereits verdeutlicht, gibt es Personen, die ein besonders hohes Risiko erkennen lassen. Zu dieser Gruppe zählen nicht nur ältere Menschen, sondern auch solche, die einen risikoreichen Beruf ausüben, Vorerkrankungen aufweisen, gefährlichen Hobbys nachgehen oder generell ein ungesundes Leben führen (Beispiel Raucher, Übergewichtige).
Gerade diese Personen sind somit in besonders starkem Maße auf den Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung angewiesen. Fakt ist dabei allerdings auch, dass der Schutz für sie kostspieliger und mitunter sogar unerreichbar ist.
Risiko selbst vermindern
Die Möglichkeiten, das Risiko einer Berufsunfähigkeit eigenständig zu minimieren, sind relativ stark eingeschränkt. Zwar hat man es selbst in der Hand, beispielsweise auf die Ausübung risikoreicher Hobbys zu verzichten und ein gesundes Leben mit viel Sport, guter Ernährung und angemessener Stressbewältigung zu führen.
Allerdings endet an diesem Punkt bereits oft die Möglichkeit, selbst Einfluss auf die eigene Risikolage zu nehmen. Weder gegen Vorerkrankungen noch gegen genetische Veranlagungen lässt sich wirklich etwas unternehmen. Und auch ein Jobwechsel ist nur für einen Bruchteil der Betroffenen wirklich durchführ- und finanzierbar. An einem verlässlichen Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung führt somit kaum ein Weg vorbei.
Risikoeinschätzungen oft wenig transparent
Versicherer müssen das Risiko potenzieller Versicherungsnehmer einschätzen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Nachvollziehbar ist dabei zum Beispiel, dass körperlich arbeitenden Personen ein höheres Risiko der Berufsunfähigkeit bescheinigt wird als Personen, die vornehmlich geistige Arbeit leisten.
Die Risikoeinschätzungen sind aber nicht in allen Fällen für den Laien derartig leicht nachvollziehbar. So gelten beispielsweise auch Lehrer als risikoreichere Berufsgruppe. Hintergrund sind hier psychische Erkrankungen, die aufgrund des anspruchsvollen Berufes bei vielen Lehrern auftreten. Für andere Einschätzungen gibt es weniger Argumente: So werden zum Beispiel häufig Journalisten als risikobehafteter angesehen als Physiker – und das, obwohl beide Berufsgruppen vornehmlich Kopfarbeit leisten.
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