Bedarf: ja – Versicherungsschutz: nein?
Nicht jede Versicherung kann einem großen Adressatenkreis nahezu uneingeschränkt empfohlen werden.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie die private Haftpflichtversicherung sind hier die am häufigsten genannten großen Ausnahmen.Sie erfüllen im Ernstfall einen sehr großen Nutzen. Wie wertvoll eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist, merkt man schnell, wenn man sich vor Augen führt, dass sich viele Personen vergebens um ihren Schutz bemühen. Ob man nämlich tatsächlich in eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen werden kann, hängt im starken Maße von der individuellen Risikobewertung ab.
Ausschluss oder erhöhte Beiträge
Versicherer werden, bevor sie einem Antragssteller den Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung gewähren, genaustens prüfen, welches individuelle Risiko vorliegt. Interessant sind für die Versicherung dabei insbesondere Aspekte wie der ausgeübte Beruf, die vorangegangene Krankengeschichte des Antragsstellers, das Eintrittsalter sowie Aspekte, die unter der Kategorie „gefährliche Lebensführung“ subsumiert werden können. In letztere Kategorie fällt zum Beispiel die Ausübung risikoreicher Sportarten oder gesundheitsschädliches Verhalten wie Rauchen.
Aufgrund des gesamten Bildes, welches sich von dem potenziellen Versicherungsnehmer zeichnet, entscheidet der Versicherer darüber, ob er den Antragssteller aufnehmen kann. Eine Aufnahme ist bei bestimmten Risikolagen dabei allerdings nur im Zuge erhöhter Beiträge möglich oder aber dann, wenn bestimmte Risiken von vorneherein nicht mitversichert werden. Letzteres ist häufig bei Vorerkrankungen der Fall.
Um den Versicherungsschutz kämpfen
Wer bereits weiß, dass er ein erhöhtes Risiko, berufsunfähig zu werden, mitbringt, sollte dennoch nichts unversucht lassen, in eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen zu werden. Eine mögliche Strategie ist dabei das Einholen vieler, unterschiedlicher Angebote.
Nicht empfehlenswert ist es hingegen, bei den Fragen zum Gesundheitszustand, etc. unvollständige oder unwahre Angaben zu machen. Ein solches Verhalten kann im Versicherungsfall schnell nachgewiesen werden, sodass die Versicherung zu Recht die Leistung verweigern kann.
Alternativen zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung
Erst wenn endgültig abzusehen ist, dass man in keine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen werden kann oder aber die Kosten hierfür aufgrund der individuellen Risikobewertung zu horrend wären, sollte man sich nach Alternativen umsehen. Zu diesen Alternativen zählt die Unfallversicherung, die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Dread Disease Versicherung, die Grundfähigkeitsversicherung sowie anderweitige Vorsorgestrategien. Beachtet werden muss dabei allerdings, dass keine dieser Alternativen den gleichen umfangreichen Schutz bieten kann, wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Lediglich einzelne Risikolagen lassen sich mit den genannten Alternativen absichern.
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